Die "RUTH" geht an ... DOTA KEHR!
Das Festival ehrt die Songschreiberin für ihr Mascha-Kaléko-Programm „In der fernsten der Fernen“.
Das ist die Begründung der Jury zur Vergabe des deutschen Weltmusikpreises:
„Nach einem Konzert steckt ihr ein Fan ein Büchlein mit Gedichten von Mascha Kaléko zu. Dota Kehr entdeckt darin eine Seelenverwandte, ist angetan von der Direktheit, der Ironie, dem Herzblut, der schlichten Eleganz. Und mitunter erschrocken ob der Aktualität mancher Verse (beispielsweise Der Fremde). Sie fängt an, Musiken dafür zu schreiben. Mit Erfolg: Dota Kehr hat den ironisch-zärtlichen, oft aber auch melancholischen Ton von Kalékos Großstadt-Lyrik der 1920er Jahre in feine Töne gegossen, so dass die Gedichte klingen, als seien sie gerade erst in dieser Text-Musik-Form geschrieben worden. Große Kunst einer klugen Dichterin trifft auf farbige Vertonungen einer klugen Musikerin. Dafür gibt es die RUTH 2026.“
Dota Kehr wurde Anfang der 2000er Jahre als „Die Kleingeldprinzessin“ bekannt. Seit 2013 veröffentlichen sie und ihre Band unter dem Namen DOTA. Zwei ihrer Alben nahm die Musikerin in Brasilien auf, wo sie mit brasilianischen Künstlern wie Chico Cesár und Danilo Guilherme zusammenarbeitete.
Das Preisgeld, das mit der RUTH verbunden ist, möchte Dota Kehr spenden: „Zu gleichen Teilen an Ärzte ohne Grenzen und an meinen Kollegen und Freund, den brasilianischen Musiker Danilo Guilherme, um die Behandlungskosten seiner ALS-Erkrankung zu tragen."
Die Preisverleihung und das RUTH-Konzert mit Dota Kehr sind diesmal am Festival-Sonntag (5. Juli) im Heinepark.
Ein kleine Geschichte zur Entstehung der RUTH
Eine Dokumentation über die Künstlerin und Schöpferin der RUTH-Skulptur Kerstin Kreller
Regie: Josephine Links
Kamera & Schnitt: Michel Links