Oliver Maar

AUT

Was in Berlin der Leierkastenmann ist und anderswo der Drehorgelspieler, ist in Österreich der Werkelmann. Weil der Leierkasten auch Werkel heißt. Der gebürtige Wiener Oliver Maar hat in Gars am Kamp in Niederösterreich eine Sammlung von 180 Instrumenten zusammengetragen („Wunderwerkel Kamptal“).

In Südfrankreich lernte er das heute beinahe vergessene Handwerk des Lochkartenmachens. Seither hat er unzählige Musikstücke auf Platten, Faltkartons oder Papierrollen gestanzt, darunter auch viele Eigenkompositionen. In Maars Lochkartenarchiv finden sich neben Volksmusik und Arrangements klassischer Kompositionen auch Swing, Jazz, Ragtime, Latin, Ethnopop und sogar Rockmusik. Wiener Musik macht einen großen Teil des Repertoires von Oliver Maar aus, der zu seinem Drehorgelspiel auch singt und das in Wien traditionsreiche Kunstpfeifen beherrscht. Er schöpft also auch aus einem reichen Vorrat an Geschichte und Geschichten, die er erzählt.

© Herbert Zotti

  • So 14:30 Theater im Stadthaus Bühne